Penny Papers – Abenteuer oder eher Langeweile? (Part 3)

Wir haben schon den Tempel von Apikhabou erkundet und Schätze auf der Totenkopf Insel gesucht und nun stehen wir am Rande des Tals von Wiraqocha. Was wird uns hier erwarten wenn wir gemeinsam mit Penny Papers und Dakota Smith das Tal betreten?

Wie auch in den ersten beiden Abenteuer kommt in der schicken Box ein Block mit 100 Blatt und 3 Würfel.
Die Abenteuer im Tal von Wiraqocha sind noch ein wenig komplizierter und daher ist das Spiel ab 9 Jahren empfohlen.

Die Regeln knapp zusammengefasst:

Wie auch schon im Tempel und auf der Insel wird das Würfelergebnis von allen Spielern gleichermaßen genutzt. Doch dieses mal dürfen wir uns nicht nach verteilen, nein thematisch passend, kommen wir am Rande des Tals an und beginnen von hier das Tal nach und nach zu erkunden (wie auch auf der Insel). Eingetragen werden darf nur angrenzend zu bereits erforschten Inselfeldern. Wichtige Änderung ist auch, dass man 1 bis 3 Werte eintragen darf (jeder Würfel darf nur einmal genutzt werden), hier unterscheidet es sich elementar von den anderen Teilen. Hier aufpassen, da es in der Regel nicht so klar erklärt ist.

Wieder haben wir die Würfelwerte von 1-5 und drei Spezialsymbole. Wir kombinieren wieder 1-3 der Würfel zu einer Summe und tragen diese auf der Insel ein.
Penny fungiert als Joker für einen Wert von 1-15. Dakota Smith ermöglicht es uns ein Tipi, eine Mine und eine Statue zu bauen, die uns am Ende wertvolle Punkte bringen.
Thematisch passend ist die rote Gefahr dieses Mal natürlich ein Schlange. Sollte eine gewürfelt werden ignorieren wir alle anderen Würfel und tragen einem Gegner (bei mehreren zufällig weitergeben und im Kreis reichen) eine Schlange ein.
Dieser gibt ganz schön viele Minuspunkte (in Höhe der größten angrenzenden Zahl) wenn er am Ende des Spiels noch nicht besiegt wurde. Besiegt wird eine Schlange indem man eine „9“ nicht einträgt sondern verfallen lässt und stattdessen eine Schlange streicht. Hier unterscheidet sich das Tal auch stark vom Tempel und der Insel!

Wie finden wir Urwald/ Städte/ Hügel/ Pyramiden?

Am Ende jedes Würfelwurfes können wir etwas entdecken (geht nur einmal pro Wurf!). 5 zusammenhängende Felder unterschiedlicher Zahlen bilden eine Urwaldfläche – 4 gleiche bilden eine Stadt – 3 angrenzende Zahlen größer 6 eine Berg/Hügelkette und 4 Zahlen größer 10 als Pyramide angeordnet bilden eine Pyramide.

Am Ende des Spiels gibt es für alle entdeckten Urwald Abschnitte / Hügelketten / Städte und Pyramiden Punkte sowie Bonuspunkte für die Gebäude von Dakota Smith.
Die Schlangen werden dann noch abgezogen wenn diese nicht besiegt wurden (jede Schlange die größte angrenzende Zahl).
Solltet ihr Solo spielen, so müsst ihr pro Schlange 4 Punkte Weniger für die entsprechende Wertungsstufe erreichen.

Fazit zum Tal von Qiraqocha:

Nach dem Abenteuer im Tempel und auf der Insel waren wir natürlich heiß auf das Tal von Wiraqocha. So ein Abenteuer lassen wir uns ja nicht entgehen. Das Spiel spielt sich aber nicht ganz flott wie die beiden Vorgänger und ist von der Spielzeit ein klein bisschen zu lang für die Kaffeepause/ Mittagspause. Auch fühlt es sich ein bisschen so an, als hätte man zu viel gewollt, als wäre das Spiel beim Versuch noch mehr in das kleine Würfelspiel zu packen ein wenig „kaputt“ gegangen. Das Spiel ist bei weitem kein schlechtes Spiel und macht auch Spaß – keine Frage, allerdings sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben um nicht doch ein wenig enttäuscht zu werden.
Solo finde ich das Spiel „verkompliziert“ und nicht „griffig“. Das Abtragen der Runden (wie oft man gewürfelt hat) fühlt sich aufgesetzt und einfach unrund an.

Dank der angepassten Regeln gegenüber dem Tempel und der Insel schafft man es wenn man viele einzelne Würfelergebnisse nutzt auch einigermaßen das Tal zu füllen, allerdings ist das ein wenig mühsam.

 

 

Vergleich und Fazit:

Die Penny Papers Reihe macht es mir nicht gerade einfach eine abschließende Wertung zu finden. Das liegt nicht daran, dass diese Spiele schlecht wären und ich nun verzweifelt mir überlegen muss wie ich das ganze in einem Text noch einigermaßen charmant verpacke. Nein! Es liegt ganz einfach daran, dass die Spiele zu unterschiedlich sind um sie in ein und dieselbe Schublade zu stecken. Die ganze Reihe würde ich mit kleinen Abstrichen empfehlen! Gerade für Roll&Write begeisterte Spieler ist es denke ich eine schöne Abwechslung und schön, dass die Spieleranzahl „quasi egal“ ist.
Der Tempel von Apikhabou ist ein toller Auftakt und macht Spaß, auch ist der Aufforderungscharakter echt schön und so möchte man das auch gern nochmal spielen. Ähnlich verhält es sich auch mit der Totenkopf Insel (Skull Island). Man möchte einfach nochmal spielen, aber hier ist einfach die Spieltiefe viel cooler, da einfach mehr drin ist. Man möchte ja die Schätze mit hohen Zahlen, aber das birgt die Risiken, dass da ein Totenkopf hingemalt wird. Auch möchte man gern der erste sein, der die 5 Schätze gefunden hat, denn das bringt einen kleinen aber nicht unerheblichen Vorteil. Nach diesen beiden Tollen Spielen war die Erwartung angesichts der Altersangabe (das Tal von Wiraqocha ist ab 9 Jahren) dann doch recht hoch – vll. auch tatsächlich zu hoch?!
Es konnte die Erwartungen nicht so ganz erfüllen. Es ist zwar jetzt nicht wirklich schlecht, aber es fällt einfach sehr stark hinter den anderen Spielen der Reihe ab.

Der Tempel von Apikhabou und Skull Island lassen sich hervorragend in der Mittagspause oder einem Kaffee spielen. Die Spielzeit liegt meist unter 15 Minuten und bietet genügend Spielspaß für zwischendurch. Auch Solo machen diese beiden Spiele eine gute Figur! Gerade bei Skull Island möchte man immer mehr Punkte sammeln und einfach versuchen im Solospiel noch erfolgreicher zu sein und nicht immer nur als Tourist aus dem Spiel hervor zu gehen. (Solo Let’s Play ist auch bei den Regelerklärungen immer mit dabei um das Gameplay zu zeigen)
Das Tal von Wiraqocha ist leider für die Pause einen Tick zu lang und als Solospiel viel zu unübersichtlich. Man möchte einfach würfeln und nicht darauf achten wie oft man nun gewürfelt hat. Selbst wenn man versucht daran zu denken, entfällt es einem gern mal wieder nach 5 mal würfeln und das Nachzählen ist nicht gerade einfach.

Alles in allem eine schöne Roll&Write Serie mit kleinen Abstrichen die man sich schon mal anschauen sollte!

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Das Abenteuer im Tempel von Apikhabou findet ihr hier.

Das Abenteuer auf Skull Island findet ihr hier.

Danke an SitDown! für die Rezensionsexemplare!

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