Kleine Würfelspiele – Würfelspaß für Zwischendurch!?

In den letzten Jahren kamen einige kleine Würfelspiele auf den Markt, doch welches Spiel ist für welche Zielgruppe, wo sind die Unterschiede und Gemeinsamkeiten? Das ganze möchte ich im folgenden ein wenig betrachten. Hierzu habe ich das Video gedreht „Top 10 kleine Würfelspiele“ einfach um die verschiedenen Spiele vorzustellen und auch die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszustellen um so auch zu ermöglichen, dass jeder für sich das richtige Würfelspiel für das Sofa/ die Kaffeepause/ den Urlaub oder einfach nur für zwischendurch findet!

Die Randbedingungen für die „Betrachtung“ sind zum einen der Preis der 16€ nicht überschreiten sollte. Hinzu kommt die Packungsgröße, denn man möchte keine große Box mit in den Urlaub nehmen. Ideal ist natürlich, wenn sich das Spiel mit wenig Platz und beispielsweise nur der Zuhilfenahme eines Stiftes und einem Würfelteller spielen lässt. Und so habe ich nach und nach die Große Auswahl an Würfelspielen zusammengedampft bis ich bei einer überschaubaren Anzahl herausgekommen bin auf die ich eingehen möchte.

Ich denke die meisten (wenn nicht sogar alle) kennen Kniffel. Auch ich habe es in meiner Kindheit/ Jugend oft (vor allem mit meinen Großeltern) gespielt. Die Regeln sind einfach, der Glücksfaktor und die Frustration eher hoch.
Was alle der Spiele gemeinsam haben? Wir würfeln und kreuzten an, streichen ab, tragen Zahlen ein, zählen zusammen,….

Aber woran liegt es denn, dass uns Würfelspiele besonder gut liegen? Liegt es an den zahlreichen Würfelspielen die wir im Kinderalter gespielt haben? Mein erster Obstgarten/ Lauf kleine Schnecke / Leiterspiel / Mensch ärgere dich nicht / Monopoly / … und viele mehr.
Es könnte aber auch daran liegen, dass man sein Glück in der Hand hat. Würfeln ist eine aktive Tätigkeit und durch Anpusten oder Anspucken der Würfel kann man sich einbilden das Ergebnis beeinflussen zu können. Ich habe auch noch nie jemanden gesehen, der den Nachziehstapel küsst vor dem Ziehen einer Karte. Aber unabhängig davon möchte ich nun auf kleine Würfelspiele eingehen.

Einigermaßen Chronologisch betrachtet folgt nun eine kleine Zeitreise durch Würfelspiele meiner Sammlung (bzw. von Georg) von 2005 bis 2018:

Heckmeck am Bratwurmeck – aus dem Jahre 2005 von Rainer Knizia (Zoch). Ein Spiel das sich seit über 10 Jahren relativ großer Beliebtheit erfreut. Ein glückslastige Zockspiel, bei dem man versucht möglichst viele leckere Würmer vom Grill zu erwürfeln, die einem aber – mit viel Pech – wieder geklaut werden oder man sie einfach wieder verzockt. Da nur eine Augenzahl (und davon alle Würfel) pro Wurf herausgelegt wird und dann nachgewürfelt, hat es einen schönen Push Your Luck Mechanismus und durch das stibitzen eine fiese Interaktion. Lediglich die Spielzeit und die Downtime kann je nach Spieleranzahl recht hoch sein, da es dann immer wieder hin und her geht. Ich empfehle hierbei bis  4 Spieler. Schönes Familienwürfelspiel mit tollem Material.

Die Siedler das Würfelspiel – aus dem Jahre 2007 von Klaus Teuber (Kosmos). Im Prinzip ein Kniffel Siedler zum mitnehmen (oder zuhause lassen). Wir würfeln bis zu drei mal und können dabei Würfel zur Seite legen. Dann wird anhand der Rohstoffe hoffentlich eine Dorf, eine Straße, eine Stadt oder ein Ritter gebaut. Punkte werden notiert und so 15 Runden gespielt. Die Interaktion ist quasi nicht vorhanden. Es interessiert nicht ob man das Spiel alleine oder mit 4 Spielern spielt. Wobei – doch – schließlich muss man im schlimmsten Fall auf die Anderen warten. Für mich ein gänzlich uninteressantes Würfelspiel was versucht ein Siedler zu sein aber es nicht wirklich schafft. Leider sehr wenig Inhalt und sehr wenig Spielspaß.

NichtLustig – ein Spiel in Anlehnung an die Cartoons  von Michael Rieneck (Kosmos) aus 2007. Wir würfeln und versuchen Karten zu bekommen, doch diese können uns weggenommen werden solange sie nicht gewertet sind. Eine glückslastige Würfelei. Das einzig lustige steckt im Titel und in den Zeichnungen. So verliert das Würfel-/ ÄrgerSpiel schnell an Reiz wenn man es 3-4 mal gespielt hat.
Charme hat es für Fans von NichtLustig denn die Karten sind in gewohnter Manier mit viel Witz und Liebe zum Detail von Sascha Sauer gezeichnet. Für alle Anderen gibt es bessere kleine Würfelspiele auf dem Markt.

Knister – ein aktuelles Spiel aus 2017 von Heinz Wüppen beim Nürnberger Spielekarten Verlag (NSV)  – doch eigentlich schon ein alter Hut. Denn das Spiel kam bereits 2007 unter dem Namen Würfelbingo auf den Spielemarkt. Und das ist auch schon einigermaßen umschrieben was das Spiel ist: eine total glückslastige Mischung aus Kniffel und Bingo, also ein Biffel oder ein Kningo. Wir schreiben das Würfelergebnis in ein 5×5 Raster und versuchen in Spalten/ Reihen und Diagonalen entsprechend 2er, 3er, 4er, 5er „Pasch“ oder eine Straße oder Full House zu bekommen. Dafür gibt es Punkte. Leider spielen alle Spieler mit den gleichen Zahlen und gleichzeitig, was die Interaktion auf „NULL“ herabsetzt. Daher ist es egal ob alleine oder mit 10/12 Personen zusammen gespielt wird. Das einzige was ich dem Spiel tatsächlich zu gute halten kann ist, dass es schnell vorbei ist und das „irgendwie muss man doch mehr Punkte bekommen können“ Gefühl sich gern meldet und man doch nochmal spielt. Für mich aber eher ein Solospiel.

Würfel Ligretto – von Inka und Markus Brand aus dem Jahre 2009. Eine Lustige, chaotische und rasante Umsetzung von Ligretto auf Würfelbasis. Dieses Spiel ist zwar nichts für schwache Nerven aber das ist auch Ligretto (aus dem Jahre 1988) auch nicht.
Für mich persönlich eine der besten Würfelspiel Adaptionen auf dem Markt, denn das Spiel macht genau das was das Kartenspiel auch tut: Es hetzt einen und das in Perfektion. Einziger Nachteil ist tatsächlich die Tatsache, dass man dieses Spiel nur bis 4 Spieler spielen kann und doch eine einigermaßen ebene Oberfläche braucht. Ein lustiges Familienwürfelspiel was man am besten an einem kleinen Tisch spielt, dass alle gut dran kommen.

Zombiewürfel – ein kopfloses Würfelspiel von Steve Jackson aus dem Jahre 2010, bei dem wir versuchen möglichst viel Gehirne zu „verspeisen“. Wir schlüpfen in die Rolle von Zombies und wollen Gehirne erwürfeln. Dazu werden 3 Würfel gezogen und diese geworfen. Doch Vorsicht, sind wir zu gierig, laufen wir Gefahr erschossen zu werden. Das Spiel ist an sich recht kurzweilig und hat einen schönen Push Your Luck / Can’t Stop Mechanismus, der aber recht stumpfsinnig ist. Die Erweiterungen bringen dazu ein wenig mehr Abwechslung uns werten das Spiel auf! Trotz der Thematik ist das Spiel eines der erfolgreichsten Gateway Games in unserer Gruppe! Klingt verrückt? Fragt mal Georg….

 

Mars Würfel – der Bruder zu Zombiewürfel von Scott Almes aus dem Jahre 2011. Dieses Mal ist das Thema ein wenig zugänglicher. Der Glücksfaktor allerdings höher als bei Zombiewürfel. Letzt endlich machen wir Runde für Runde das Gleiche. Leider ist bei Mars Würfel die Varianz noch geringer und auch der Push Your Luck / Can’t Stop Mechanismus nicht so stark ausgeprägt.
Zwar bei weitem kein schlechtes Spiel aber doch etwas langweilig. Allerdings ist auch Mars Würfel ein gern genommenes Gateway Game da man es auch gut in die Tasche stecken kann.

 

Piraten Kapern – ein flottes Würfelspiel von Haim Shafir (Amigo) aus dem Jahre 2012. Es paart Würfel charmant mit Karten durch die der Spieler der gerade am Zug ist einen individuellen Bonus bekommt. Can’t Stop/ Push Your Luck mit der Möglichkeit beliebig oft zu würfeln, so lange noch keine 3 Totenköpfe gewürfelt wurden, denn dann ist der Zug zu Ende!
Punkte gibt es für gewürfelte Sets und mit Glück Bonuspunkte für Diamanten und Gold. Zu viel Pech beim ersten Wurf kann auch Glück sein, denn dann kommt man auf die Pirateninsel und verpasst den anderen eine gehörige Portion Minuspunkte. Es ist angenehmer und abwechslungsreicher als Marswürfel oder Zombie Würfel, auch wenn man die Punkte durch 100 hätte teilen können um das Rechnen mit großen Zahlen zu sparen! In diesem Sinne – Schiff ahoi. Alle an Bord und würfeln!

Würfel Bohnanza – das Würfelspiel zum Kartenspiel Klassiker von Uwe Rosenberg (Amigo) aus dem Jahre 2012. Statt Bohnen zu ziehen und von der Hand zu spielen werden hier die Bohnen gewürfelt. Ziel ist es unsere Auftragskarte von unten nah oben abzuarbeiten und möglichst viel Geld dafür zu bekommen. Das ist aber gar nicht so einfach. Vorteil ist, dass wir nach jedem Würfelwurf unserer Gegner schauen dürfen ob wir einen Auftrag erfüllen können mit der Auslage. So ist wenigstens jeder mit dabei und es ist eine gewisse (passive) Interaktion im Spiel vorhanden. Die Umsetzung als Würfelspiel ist nicht schlecht gemacht und für Freunde von Bohnanza bestimmt nicht verkehrt. Allerdings fehlt mir so ein wenig der Wow Moment.

Qwixx – von Steffen Bendorf (NSV) setzte 2012 neue Maßstäbe. Endlich ein Würfelspiel mit entsprechender Interaktion, bei dem man auch dran ist wenn man nicht direkt dran ist. Dadurch, dass die Summe der weißen Würfel für alle Spieler gilt ist dieses Spiel sehr kurzweilig, da man im Gegensatz zu Zombiewürfel / Marswürfel / etc. nicht auf die Mitspieler warten muss.
Gleichzeitig kommt mehr Varianz als bei Knister auf und wenn das nicht reicht dann nimmt man die „Gemixxt“ Blöcke und bekommt nochmal ein anderes Feeling. Für mich ein schönes Familienspiel und ein sehr guter Kompromiss. Die Nominierung zum Spiel des Jahres 2013  sowie die Umsetzung als Kartenspiel zeigt auch, dass das Spiel sich uneingeschränkt hoher Beliebtheit erfreut.

Qwinto –  Bernhard Lach und Uwe Rapp entwickelten 2015 (NSV) den inoffiziellen Nachfolger von Qwixx. Bei Qwinto würfelt man mit 1-3 Würfeln wobei die Summe an eine beliebige Stelle in eine der Farbreihen der verwendeten Würfelfarben eingetragen werden.
Dabei versucht man möglichst keine Lücken entstehen zu lassen. Im Gegensatz zu Qwixx werden bei Qwinto die Reihen (fast) vollständig ausgefüllt und dann am Ende gewertet. Die Kontrolle ist hierbei deutlich höher als bei Qwixx, aber auch bei Qwinto gilt, der aktive Spieler MUSS die anderen dürfen eintragen. Qwinto ist auf der einen Seite etwas leichter als Qwixx, da die Möglichkeiten nicht so groß sind, allerdings ist es auch etwas kniffiger weil die Zahlen relativ (aufsteigend/ übereinander ungleich) frei eingetragen werden können.

Noch Mal! – von Inka und Markus Brand (Schmidt Spiele) aus dem Jahre 2016 kombiniert verschiedene dagewesene Würfelspiele charmant zu einem neuen Spiel, was gern im Anschluss „noch mal“ gespielt wird.Wir kreuzen Farbfelder ab und wollen möglichst die begehrten Punkte für komplette Spalten oder komplett abgeschlossene Farben bekommen. Der aktive Spieler würfelt mit 6 Würfeln (3 Zahl/ 3 Farbwürfel) und entscheidet sich für eine Kombination aus Zahl und Farbwürfel. Das sind die Anzahl der Felder die er in dieser Farbe abstreicht. Die anderen Spieler entscheiden sich (wenn sie wollen) aus den 4 verbleibenden Würfeln für eine Kombination. So ist man immer dran auch als nicht aktiver Spieler. Gefühlt 100 Partien dieses Spiels liegen hinter mir, denn es bleibt einfach nicht bei einer Partie, egal was man sich vornimmt. Ein sehr charmantes Würfelspiel für die ganze Familie.

Kribbeln – aus dem Jahre 2016 von Thomas Sing (Ravensburger)  ist ein aufgabenbasiertes Würfelspiel, bei dem wir in drei Würfelwürfen versuchen die Aufgabe mit hoher Augenzahl zu schaffen. Denn am Ende der Runde gibt es für die Platzierung innerhalb der Aufgabe Punkte für die Spieler. Gespielt wird Aufgabe für Aufgabe von oben nach unten auf dem Wertungsblock der schon direkt eine gewisse Varianz und Abwechslung durch verschiedene Aufgaben mit sich bringt. Ein schönes Push Your Luck Element durch das teilweise Nachwürfeln.
Eigentlich ein cooles Spielprinzip aber nicht so stark wie die Konkurrenz (Noch mal! und Qwixx) denn diese kommen besser an und häufiger auf den Tisch.

Zock’n’Roll – Kniffel-Poker wäre auch ein guter Name gewesen, denn das Spiel aus dem Jahre 2016 von Jörg von Rüden (Schmidt Spiele), ist genau das. Jeder kennt seine Zwei Karten (in diesem Fall Würfel). Neutrale Würfel werden geworfen und mit diesen muss man dann entsprechend eine kleine Straße, Full-House, etc. bilden. Eine nette Umsetzung von Poker als Würfelspiel. Neigt aber durchaus dazu (je nach Spielergruppe) dass eine Partie nicht 30 sondern 60 Minuten dauert, weil jede Wahrscheinlichkeit durchgerechnet werden muss um das Optimum heraus zu holen. Dieses Spiel ist eigentlich etwas zu groß und braucht ein bisschen Platz und ist daher nur eingeschränkt als „kleines Würfelspiel“ zu betrachten.

Twenty One (21) – von Steffen Bendorf und Reinhard Staupe aus dem Jahre 2017 (NSV) ist gewohnt und doch anders. Das kann ganz klar am Autor liegen, aber auch am Spielprinzip. Wir würfeln, dürfen 1 mal neu würfeln (alles außer die 1en) und dann stehen die Würfel für alle zur Verfügung. Das wäre soweit eigentlich unspektakulär, aber wir spielen mit leicht unterschiedlichen Blättern! Hierbei sind die Zahlen in den Reihen immer identisch, allerdings die Farben unterschiedlich, dies sorgt für eine schönes ausgewogenes Spiel. Ziel ist es möglichst viele Treffer zu haben oder kleine Zahlen einzutragen. Größere sind ein „Fehlwurf“ und müssen dann gestrichen werden. Es muss eine Zahl eingetragen werden, es dürfen aber beliebig viele sein. Viele Treffer geben extra Punkte und so spielen wir uns flott durch 5 Reihen.

Würfelkönig – ein Familien Würfelspiel von Nils Nilsson aus 2017 (HABA). Es unterscheidet sich elementar von den anderen Spielen durch die Kartenauslage. Da ich bei meiner Würfelspiel Liste bevorzugt Spiele „für das Sofa“ also Würfelschale und Block zum Schreiben/ Ankreuzen beinhalten bin ich an dieser Stelle nicht auf Würfelkönig eingegangen. Ziel ist es Personenkarten mit Hilfe der richtigen Würfelergebnisse „anzuwerben“ und so Punkte zu bekommen.

Burgen von Burgund – Würfelspiel Adaption des Erfolgsspiels Burgen von Burgund von Stefan Feld und Christoph Toussaint (2017 Alea/ Ravensburger). Wenn man eine Würfelvariante zu einem Kennerspiel macht, dann wird natürlich entsprechender Tiefgang vorausgesetzt. Wir würfeln und tragen entsprechende Zahlen ein, versuchen Felder abzuschließen, Boni zu bekommen um so am Ende zu Punkten. Der Spielfortschritt wird immer mit „erwürfelt“. Leider macht das „komplizierte“ Ankreuzen nicht so viel Spaß wie erhofft und kann daher nicht so richtig Punkten. Das ganze bestätigt mal wieder wie schwer es ist aus einem guten Spiel einen Würfelableger zu machen.

Ganz Schön Clever – brandaktuell (2018) von Wolfgang Warsch (Schmidt Spiele). Was mich an Burgen von Burgund stört, nämlich die unnötige Komplexität der Regel ist bei Ganz schön Clever deutlich besser gelöst. Hier stimmt das Verhältnis zw. Komplexität und Spielspaß. Ein Spiel was 15-20 min Spielzeit hat muss sich im Idealfall in 5 Minuten erklären lassen. Da habe ich schon eine gewisse Anforderung. Auch der Block muss aufgeräumt sein. Das ist alles gegeben und auch die Variante dass man nur gleichhohe oder höhere Würfel (wie den zuerst gewählten) nachwürfeln darf und die anderen Würfel den Mitspielern auf einem „Silbertablett“ (in der Box) überlässt ist charmant gemacht. Taktischer Tiefgang entsteht dann beim Spielen und der ist für ein so kleines Spiel nicht ohne! Ein schönes und ansprechendes Würfelspiel was eine gute Balance zwischen gut zugänglich und dezenten Grübeleien bietet und immer mal wieder einen Wow Moment hat, wenn man einen Würfelwurf eine Kettenreaktion an Kreuzen/Zahlen ermöglicht. Tolles Würfelspiel mit etwas Tiefgang das sehr überzeugt.

 

Würfelland – von Andreas Spies und Reinhard Staupe (NSV) aus dem aktuellen Jahrgang (2018) ist eine charmante Variante von „Noch mal!“. Man nehme „Noch mal!“ nur mit Farben, ersetzt die Felder durch Sechsecke und nimmt beim Würfeln einen Push Your Luck Effekt mit hinzu. So kommt man auf Würfellland. Klar ist das etwas überzogen aber wir mögen tatsächlich „Noch mal!“ und haben es sehr oft gespielt. Würfelland hat durch genau diese feinen Unterschiede und durch die Varianz der Spielpläne einen für mich nicht unerheblichen Mehrwert. Auch dass die Farbflächen einer Farbe abgeschlossen sein müssen bevor man ein neues beginnt ist ein schöner Kniff der mir gut gefällt! Daher Würfelland für mich durchweg empfehlenswert!

Charmanter Vorteil: Wenn man Würfelland mit in den Urlaub nimmt kann man den Würfelteller getrost zuhause lassen, denn der Deckel ist mit Filz ausgekleidet und fungiert als Würfelteller!

Abschließende Zusammenfassung:
Würfelspiel Adaptionen von Klassikern haben es nicht leicht! Sei es Siedler, Ligretto, Bohnanza oder gar die Burgen von Burgund. Alles sind Spiele die in der Ursprünglichen Form ihre Fans und ihre Zielgruppe haben. Jedes Spiel auf seine Weise! Siedler gibt es inzwischen über 20 Jahre und immer noch ist es ein gutes Spiel für die Familie. Bohnanza ist nicht minder erfolgreich und hat auch mehr als 20 Jahre Erfolgsgeschichte vorzuweisen. Burgen von Burgund ist zwar erst 7 Jahre alt, hat aber neben dem Würfelspiel auch noch einen Kartenspiel „Ableger“. Was zwei Würfelspiele dieser Klassiker gemeinsam haben ist, dass sie nicht so recht überzeugen. Bei Siedler und Burgen von Burgund hat man beim Spielen das Gefühl, dass die „Komplexität“ und das Thema aufgezwungen wirkt. So richtig warm werde ich mit beiden leider nicht. Bohnanza hat es in der Würfelvariante auch schwerer als das Kartenspiel, allerdings bleibt hier eher der Charme der Bohnen erhalten und ist besser gelungen, alleine schon weil wenigstens Interaktion beim Spielen besteht!

Zum krönenden Abschluss habe ich noch meine persönliche Top 10 der kleinen Würfelspiele. Dabei sind alle Spiele in einer mehr oder weniger kleinen Packung erhältlich und kosten unter 17€. Auch im Video werde ich nochmal auf die einzelnen Spiele eingehen und meine Meinung zu den Spielen sagen. Hierbei gehe ich auf Vor und Nachteile sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten ein.

Wünscht ihr euch mehr Videos zu den Spielen?
Sollen eines der vorgestellten Spiele für euch spielen?
Lasst es uns wissen!

Danke an den Nürnberger Spielekarten Verlag (NSV) für das Rezensionsexemplar von Würfelland.

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